Über Cellosaiten …

Gedanken zu einigen Saiten verschiedener Hersteller:

  • Larsen
  • sehr gute Saiten für A und D, auf manchen Instrumenten kann die D-Saite etwas weich klingen, was man aber meist verschmerzen kann. Die extrem gut klingende A-Saite hält leider nicht so lange, oft vergisst man, sie zu wechseln und wird so über die Wochen immer unzufriedener mit dem metallischer werdenden Klang – nach ca. 6 Monaten ist leider meistens eine neue fällig… C und G Kabelkern sind sehr kräftig und brilliant klingende Saiten, relativ teuer, etwas für sehr warm/weich klingende gute Instrumente.

  • Jargar
  • sind günstig und halten gut, haben einen warmen Klang, das C ist problematisch und oft muffig. nicht so dünn und flexibel unter der Griffhand wie viele andere der moderneren Saiten.

  • Spirocore C Wolfram
  • Die Wolfram C-Saite ist eine der Besten und langlebigsten Saiten. Auch die weiche Ausführung ist meistens sehr gut und hat dann einige Vorteile. Die Wolfram G-Saite ist auf vielen Instrumenten blechern, da empfiehlt sich eher eine Piatti G stark oder z.B. eine Permanent G-Saite.

  • Evah Pirazzi
  • Die Soloist A und D Saiten sind interessante Saiten, allerdings auf brilliant klingenden Instrumenten oft zu scharf. Die tiefen Saiten finde ich nicht so umwerfend – da gibt es andere bessere Alternativen zur Kombination.

  • Passione
  • Die neuesten Saiten von Pirastro, die A und D klingen schön warm, wer sein Cello etwas zügeln will und nach einem farbigen Klang sucht, könnte diese Saiten mal probieren. C und G haben einen Darmkern – eher etwas für Liebhaber flachumsponnener Darmsaiten.

  • Permanent
  • Auf manchen Celli, die mit anderen Saiten Probleme haben eine gute Wahl. Die D-Saite ist kräftiger als eine Larsen und lässt sich auf entsprechenden Instrumenten mit einer Larsen A-Saite kombinieren, fühlt sich für die Griffhand allerdings etwas steifer an als ein Larsen. Die wolframumsponnene G-Saite klingt sehr schön rund und ist auf den meisten Instrumenten sehr zu empfehlen.

  • Piatti G stark
  • Diese G-Saite wird von vielen Musikern gerne gespielt. Klingt meistens ausgezeichnet und ist extrem günstig, weil sie mit Chromstahl umsponnen ist. In medium ist sie zu weich! – man sollte auf jeden Fall die Ausführung stark nehmen, die entspricht etwa einem medium bei anderen G-Saiten.

  • Crown
  • Preiswerte Saiten, seit einiger Zeit im Besitz von Larsen Strings. Durchaus passable Saiten, wenn man wenig Geld ausgeben möchte. Allemal besser, als andere günstige Stahlsaiten, wie z.B. von Prim, die ich klanglich inakzeptabel finde. Die A-Saite kann man vielleicht lieber mit einer Larsen ersetzen, da sie eh nicht so teuer ist.

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    Barock

  • Dlugolecki
  • Die in den USA hergestellten Saiten von Damian sind, was die unumsponnenen angeht – d.h. die A und D Saite – sehr zu empfehlen. Qualität und Klang sind ausgezeichnet. Wer sie noch nicht kennt, sollte sie unbedingt mal ausprobieren. Bei den Bässen kamen leider schon öfters Probleme mit Rasselgeräuschen an der Umspinnung vor, die die Saiten dann unbrauchbar machten.

  • Pirastro Eudoxa
  • werden oft und gerne auf C und G gespielt. Wohl aber klanglich unhistorisch. Diese flachumsponnenen Darmsaiten sind in dieser Form erst in der Nachkriegszeit aufgekommen. In den 30ern war die Pirastro Gold noch mit dünnen Runddraht umsponnen und hat noch fast wie die heute nachempfundenen Barocksaiten geklungen. A und D wurden noch bis in die 30er oft als blanke Darmsaiten gespielt… so lange ist es gar nicht her, dass die Celli noch relativ “barock” geklungen haben… flachumsponnende Bässe wie die Eudoxa oder Oliv klingen eher dumpfer und warm, die rundumsponnenen Barocksaiten hingegen sehr brilliant…

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